Alle Jahre wieder…

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber seit sechs Wochen könnte ich im Stehen einschlafen. Nachdem ich kurz besorgt war, ich könnte einer schweren Krankheit erlegen sein (normalen Schnupfen halte ich grundsätzlich für ausgeschlossen, zu wenig „on the edge“, zu wenig Drama!), fiel mir jetzt auf, dass ich letztes Jahr zur selben Zeit auch unter dieser erschlagenenden Müdigkeit litt und das Jahr davor auch. Dank meiner Herzensfreundin Sigi führe ich ein 10-Jahre-Tagebuch, in dem jeder Tag des Jahres in zehn Zeilen untereinander steht und ich so täglich lese, was ich genau an diesem Tag vor einem, zwei und so weiter Jahren dachte und fühlte. Plötzlich werden Muster erkennbar, die man sonst vergessen würde.

Ich habe zum Beispiel immer im Winter einen grundsätzlichen Zweifel an allem und halte mich Ausbruchszenarien auf Trab. Im Vor-Frühling bin ich plötzlich grundlos glücklich und tiefenentspannt, bis dann die große Müdigkeit einfällt und ich aufpassen muss, nicht mit dem Bett zu verwachsen, oder das mein Mann glaubt, mit einer alten Frau verheiratet zu sein. Nun frage ich mich, was das ist? Allergien? Energie tanken für den Sommer? Erholung vom Winter?
Kennt das jemand? Wie stellt man das ab?

Bis ich eine Antwort habe, wehre ich mich mit Aktionismus. Müde? Pah, erst mal ne‘ Runde Rasen mähen. bleierne Schwere in den Gliedern? Yoga! Erschöpft? Gebt mir mein nächstes Projekt!

Und, wenn alles nichts hilft: Hund und Katzen packen und eben doch mit dem Bett verwachsen.

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