Glück

Die letzten Meter sind wie ein Wettlauf gegen mich selbst. Auftrag zu Ende texten, Recherche vorantreiben, Korrekturen vornehmen, TEXT LERNEN (!), Haus in einen lebbaren Zustand zurückversetzen. Morgen geht’s los. Habe Wochen darauf hingefiebert, dem Ausbruch aus der Routine, einen Monat nichts anderes tun, als proben. Die Kinder, die Tiere und den Haushalt verschweige ich mir selbst gegenüber, das soll jetzt bitte nicht stören in meiner Vision von Freiheit und Selbstbestimmtheit. Früher hätte ich gemordet für ein gut bezahltes Engagement, heute bin ich nur noch damit beschäftigt, es irgendwie in mein Leben hineinzuquetschen. Gleichmut ist irgendwie nicht meins, trotz Yoga und Selbsthypnose. Ach ja, da wollte ich ja auch noch ein paar Bücher … Doch diese kleinen Momente, die ich mir aus meinem engen Zeitkontingent klaue, der kurze Blick zum blauen Himmel, da über meinem Garten; die zwei Minuten Katzen / Hunde / Hasen kraulen; die Lücke hier etwas reinzuschreiben- und sei es nur, um mich wieder im Augenblick zu verankern – die machen glücklich. Solange ich das noch spüre, ist der ein oder andere Sprint vielleicht auch gar nicht so schlimm.

 

 

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